Gemeinsame Aktion der CDU Mühlhausen und Östringen.
Landwirtschaftsminister Hauk kommt vor Ort.
Termin: 6 Dezember um 13:00 Uhr beim Waldparkstadion Die Bevölkerung ist hierzu recht herzlich eingeladen.

Den Wald zu schützen ist eine globale weltweite Aufgabe zur Rettung des Weltklimas. Der Wald ist wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, die Tier- und Pflanzenwelt, wegen seines wirtschaftlichen Nutzens und für die Erholung der Bevölkerung für uns alle von immenser Bedeutung.

Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung im nationalen Raum aber auch Vereinbarungen der Weltgemeinschaft auf Basis der Klimakonferenzen sind wichtige Schritte zum Klimaschutz. Auch auf kommunaler Ebene besteht die Pflicht etwas zu tun. Die Gemeinde hat sich dem Klimaschutz verpflichtet, und hat aber darüber hinaus als Waldbesitzer besondere Aufgabenstellungen. Kommunale und private Waldbesitzer und auch der Staat sind gleichermaßen in der Verantwortung mehr für den Schutz und Erhalt des Waldes zu tun – mehr denn je. Dem Thema Wald hat sich die CDU verschrieben, im Bund, im Land und auch in unserer Gemeinde.
 
 
 
Wie vor einigen Wochen angekündigt, haben wir durch Vermittlung unserer Landtagsabgeordneten Karl Klein und Uli Hockenberger (Bruchsal) unseren Landwirtschaftsminister Peter Hauk gebeten, zu uns zu kommen und seinen neu aufgelegten Notfallplan Wald am konkreten Beispiel unseres Waldes darzustellen. Landwirtschaftsminister Hauk kommt am Freitag 06. Dezember, um 13.00 Uhr in unseren Wald.

Die CDU Gemeindefraktion Mühlhausen hat sich dabei mit der CDU-Gemeindefraktion Östringen darauf verständigt, diese wichtige Aufgabe gemeinsam anzugehen. Unser gemeinsames Waldgebiet hat gemeindeübergreifend die gleichen Probleme, umso wichtiger ist es das Thema im Rahmen der interkommunalen Kooperation anzugehen.

Das Waldgebiet von Östringen umfasst 993 Hektar Stadt- und noch einmal 540 ha Staatswald, der Wald auf der Gemarkung Mühlhauen hat 419 ha. Die Zusammensetzung der unterschiedlichen Baumbestände ist ungefähr gleich, 86 bzw. 87 % der Baumbestände sind Laubbäume. Der Östringer und der Mühlhäuser Wald sind gekennzeichnet von einem jeweils großen Anteil an Eichen- und Rotbuchenbestände die über 100 Jahre alt sind. Unser Wald hat daher eine besonders herausragende Qualität. Für die Östringer aber auch die Mühlhäuser und Rettigheimer Bürger hat dieser Wald einen unschätzbaren Erholungswert Das wollen und müssen wir dringend erhalten, wir müssen alles Mögliche auf kommunaler Ebene unternehmen, dass dies auch so bleiben kann.

Auf Landesebene hat die CDU Baden-Württemberg nachfolgende Forderungen gestellt, die sich jetzt auch in wesentlichen Teilen im aktuellen Notfallplan Wald der Landesregierung wiederfinden:

Baden-Württemberg ist Waldland.
Annähernd 40 Prozent der Fläche Baden-Württembergs sind bewaldet.
Die Wälder prägen unser Landschaftsbild und machen einen wesentlichen Teil der Attraktivitätunseres Landes aus.
Die aufgrund von Dürre und des Borkenkäferbefalls beschädigten Bäume müssen zum Schutz des gesunden Waldbestands zeitnah entfernt werden. Dadurch entstehen erhebliche Freiflächen, die durch Wiederaufforstungsmaßnahmen mit geeigneten Baumarten und unter fachlicher Anleitung bepflanzt werden müssen. Wir wollen, dass geprüft wird, in welchem Umfang ungenutzte Flächen einbezogen und so zusätzliche Waldflächen gewonnen werden können. Dabei sollten innovative Ansätze, gerade mit Blick auf Städte, nicht außer Acht gelassen werden.

  • Forschung stärken
    Wir wollen, dass die Forschung zu neuen Baumarten, zur Forstpflanzengenetik und zu Baumartenzusammensetzungen zur Schaffung klimastabiler, robuster Wälder unterstützt, verstärkt und weiter ausgebaut wird. Die jetzigen Schadensfälle machen deutlich, dass die Klimaveränderungen auch an bisher als robust angesehenen Baumarten nicht mehr spurlos vorübergehen. Gleiches gilt für den Bereich der Schädlingsbekämpfung, auch hier sollte die Forschung intensiviert und nach alternativen biologischen Möglichkeiten gesucht werden.

  • Personelle und finanzielle Kapazitäten schaffen
    Die großen Schadensdimensionen bringen Waldarbeiter, Förster und Waldbesitzer an ihre Grenzen. Wir wollen, dass diese entlastet werden und die dafür notwendigen Schritte zur Sicherstellung der erforderlichen personellen und finanziellen Kapazitäten auf den Weg gebracht werden. Gleichzeitig sollen auch entsprechende direkte Hilfeleistungen zur Schadensbeseitigung, Wiederaufforstung bis hin zur Jungbestandspflege schnellstmöglich eingeleitet werden.

  • Unterstützung vom Bund einfordern
    Auch in anderen Bundesländern ist die Situation in den Wäldern besorgniserregend. Daher ist es unverzichtbar, dass der Bund den Ländern Unterstützung zukommen lässt. Wir wollen, dass geprüft wird, inwieweit weitere Hilfen über bestehende Programme hinaus realisiert werden können. Darüber hinaus wollen wir, dass die Landesregierung schnellstmöglich Unterstützung von der Bundesebene einfordert und die Beratungen mit dem Bund sowie den Ländern aufnimmt.

  • Notfallplan jetzt umsetzen
    Wir begrüßen den Notfallplan der Landesregierung. Dessen Umsetzung muss umgehend angegangen werden. Wir wollen, dass die für den Waldumbau notwendigen Weichenstellungen jetzt vorgenommen werden. Dabei muss der vielfältige Zweck des Waldes auch in Zukunft sichergestellt werden.

Für die CDU Fraktion
Hans Becker

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