Aus der Arbeit des Gemeinderats - Sitzung am 19.05.2022

Vorbemerkung:

Noch zur Zeit der großen Koalition und vor der CORONA-Pandemie wurde durch die damalige Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der DigitalPaktSchule zwischen Bund und Land erarbeitet und genehmigt. Insgesamt wurden 5,5 Milliarden Euro ab 2019 bereitgestellt. Kernpunkte des Programes waren neben der technischen Ausstattung (WLAN, I-Pads für Schülerinnen und Schüler, IT-Ausstattung, etc.) auch die Qualifikation des Lehrpersonals. Leider wurden die Mittel nur verzögert abgerufen, was sich dann während der CORONA-Krise durchaus als nachteilig ausgewirkt hat, da wegen der Pandemie teilweise kein Präsenzunterricht stattfinden konnte aber die Voraussetzungen für digitales Lernen noch nicht vorhanden waren.
 
Auch der Gemeinde Mühlhausen wurden entsprechende Finanzmittel in einer Gesamthöhe von 339.000 Euro zur Verfügung gestellt, wovon 289.000 von Bund und Land getragen wurden. Voraussetzung für die konkreten Beschaffungen war die Erarbeitung von Medienentwicklungsplänen an den Schulen unter fachlicher Beteiligung der Kreismedienzentren und der Schulträger (Gemeinde). Bisher waren in unserer Gemeinde schon Beschaffungen in einer Höhe von 207.000 Euro erfolgt, der Gemeinderat musste jetzt über die Verteilung der restlichen 132.000 Euro entscheiden. Die Zustimmung des Gemeinderats zur IT-Ausstattung war von Anfang an gesichert, da bei allen Gremiumsmitgliedern die Bildung unserer Kinder eine hohe Priorität genießt, was man ja auch an zahlreichen anderen und sehr kostenträchtigen Entscheidungen, z.B.: Neubau einer Grundschule in Tairnbach, nachvollziehen kann. Es war daher auch diese Entscheidung, die IT-Ausstattung für unsere Schulen zu beschaffen und damit den Digitalpakt auch an unserer Gemeinde umzusetzen nicht vom Antrag einer einzelnen Gruppe im Gemeinderat abhängig.

Unser Fraktionssprecher Hans Becker bedankte sich in der Sitzung bei den drei Schulleitungen für die sehr umfassende und fachlich überzeugende Erarbeitung der Medienentwicklungspläne. Er begrüßte insbesondere, dass neben den deutlich verbesserten digitalen Ausstattungen auch die digitale Qualifikation der Lehrerschaft gewachsen ist. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung hatte sich unser Fraktionssprecher bei den Schulleitern Häfner, Menges und Frau Busch vergewissert, dass der vorliegende Beschlussantrag für den Gemeinderat stimmig mit den Vorstellungen der Schulen ist. Der intensive und lange Abstimmungsprozess zur Erarbeitung der Medienentwicklungspläne war nach Meinung von Hans Becker notwendig und richtig, denn letztendlich geht es zum einen darum, das Richtige zu beschaffen und zum anderen darum viel Geld des Steuerzahlers vernünftig auszugeben.

Eine wichtige Frage zur Leistungsfähigkeit der schulinternen Netzwerke und der Netzumgebung an die Verwaltung konnte der IT-Verantwortliche der Verwaltung Michael Kohlross zur Zufriedenheit beantworten, so dass auch dahingehend die Voraussetzungen für besseres digitales Lernen vorhanden sind.

Einen Appell richtete unser Fraktionssprecher auch in Richtung Medienkompetenz der Kinder, im Besonderen mit Blick auf die Gefahren im Netz. Medienkompetenz geht ja über den Gebrauch eines I-Pad hinaus, insbesondere bei der Nutzung der I-Phones können Kinder oft unbewusst in Problemsituationen kommen. Hans Becker wies mit seinem beruflichen background auf ein Strafverfahren in Heilbronn hin, bei dem Dutzende von Kindern und Jugendlichen wegen des Besitzes und/oder der Weiterverbreitung von kinderpornografischen Inhalten ins Visier der Staatsanwaltschaft gerieten. Speziell für diese Problematik, Gefahren durch Handynutzung, wurde für Eltern, Lehrer und Schüler ein Projekt „Clemens hilft" entwickelt. Hans Becker bat darum, dass auch die Kraichgauschule sich um dieses Projekt bemühen sollte.

Die CDU und der gesamte Gemeinderat stimmte dem Beschlussantrag zu.

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