Aus dem Gemeinderat:

Für die CDU-Fraktion sprach Holger Meid zunächst Lob und Anerkennung für das Architekturbüro Reiss aus, welches auch auf der Zielgerade dieses wichtigen Projekts sowohl den Kostenrahmen und das Budget als auch den Zeitrahmen noch im Visier hat.

In den vorangehenden Erläuterungen sprach der Kämmerer, Herr Bechtold im Halbjahresbericht 2019 von „gedämpftem Optimismus“ und von den zu erwartenden erhöhten Umlagen und verminderten Zuweisungen im Jahre 2020, sodass auch eine moralische Verpflichtung gegenüber den Kindern besteht, nicht nur einen voll umfänglichen Außenspielbereich zu gestalten, sondern auch einen geordneten Haushalt den nachfolgenden Generationen zu übergeben.
 
 
Die für Außenraumgestaltung von Kindergärten sehr erfahrene Firma „W. die Werkstatt“ hat auf Anfrage sicherlich einen Entwurf gestaltet, der keine Wünsche offen lässt, aber auch die dafür vorgesehenen finanziellen Mittel und das Budget weit übersteigt. Statt ursprünglich geplanten Ausgaben von 150.000 belief sich das Angebot auf über 255.000 Euro. Darin enthalten waren auch Pflasterarbeiten in einer Höhe von 50.000 Euro, die dann aus dem Angebot herausgenommen wurden, es ging also in der Differenz um 205.000 Euro.Da dieser vorgestellte Entwurf und das darauf basierende Angebot keinem Wettbewerb unterliegt, forderte die CDU-Fraktion, sowohl alternative Produkte und Hersteller, als auch weitere ausführende Fachfirmen zur Abgabe eines Angebotes aufzufordern. Weiterhin sollen mit der „W. die Werkstatt“ Verhandlungen, sowohl inhaltlich, als auch preislich geführt werden. Die weitere Verwendung der Bestands-Spielgeräte ist im Zuge der Planung zu berücksichtigen.

Holger Meid stellte für die CDU-Fraktion auch in Aussicht, durch die Geltendmachung der Vertragsstrafe oder darüber hinausgehenden Schadenersatz für die verspätete Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahme weitere finanzielle Mittel für eine Erweiterung im modularen Aufbau des Außenspielgeländes zu generieren. Alleinig durch die verlängerte Vorhaltung der Ausweichanlage am Sportgelände ist ein erheblicher Kostenfaktor entstanden.

Auch die lobenswerte Initiative zum Sammeln von Spendengeldern durch den neugegründeten Förderverein wird sicherlich einen erheblichen Beitrag zur Gestaltung des Außenspielgeländes zukünftig liefern.

Durch die beschriebenen Möglichkeiten zur Reduzierung der tatsächlichen Kosten und Generierung von zusätzlichem Budgets beantragte die CDU-Fraktion eine „Deckelung“ der Gesamtkosten und appellierte an die Verwaltung bzw. verantwortliche Projektleitung der Kirchengemeinde alle aufgezeigten Möglichkeiten zur Kostenreduzierung oder Budgeterweiterung stringent zu verfolgen.

Im Folgenden ergab sich eine intensive Diskussion innerhalb des Gremiums. Für die CDU –Fraktion erklärte Fraktionssprecher Hans Becker die Notwendigkeit einen Konsens innerhalb des gesamten Gemeinderats zu suchen.
Gerade wenn es um das Wohl der Kinder unserer Gemeinde geht, sollten entsprechende Beschlüsse von einem breiten Konsens getragen werden. Diesen Konsens gab es schon, als der Gemeinderat im Jahr 2017 beschlossen hatte, das Kindergartengebäude St. Josef zu sanieren und zu renovieren und die bewährte Kooperation zwischen Katholischer Pfarrgemeinde und Gemeinde fortzuführen. Die Gesamtmaßnahme, die sich auf 2,3 Millionen Euro beläuft und die auf Basis der bisherigen Kostenteilung (70 % Gemeinde, 30 % Kirchengemeinde) verrechnet wird, liegt voll im Kostenrahmen. Lediglich das geplante Außenspielgelände überschreitet diesen Kostenrahmen erheblich. Gleichwohl geht es jetzt darum, im Sinne des Wohles unserer Kinder aber auch mit Blick auf die Kosten noch den letzten Schritt mit dem Außengelände zu machen. Allen im Rat vertretenen Vertretern geht es um das Wohl der Kinder.

Nach einer sehr intensiven und sachlich geführten Diskussion griff Fraktionssprecher Hans Becker einen Kompromissvorschlag auf. Aufbauend auf den Ausführungen von Holger Meid, der entsprechende Nachverhandlungen mit der Firma Werkstatt-Spielart-Heidelberg eG und die Einbeziehung von vorhandenem gut geeigneten Bestandsspielgeräten gefordert hatte schlug Hans Becker konkret die Festlegung eines Betrags von 170.000 Euro vor. Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat dann mit großer Mehrheit.

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